Migration hilft

Migration ist Teil unserer Kultur!

„Wir werden überfremdet!“ hört man sehr häufig. Das »reine deutsche Volk« oder die »deutsche Kultur« war und ist nichts als eine Erfindung. Beginnend mit der Menschheitsgeschichte müsste man sagen: Eigentlich sind wir alle Afrikaner*innen. Migration ist der Normalfall und hat unsere Kultur erst zur deutschen Kultur gemacht. Deutscher ist man nicht auf Grund der Hautfarbe oder Abstammung. Die wenigsten Menschen in Deutschland können zweifelsfrei deutsche Vorfahren nachweisen.

Viele Menschen aus dem Ausland sind unschuldige Bürger!

„Die Asylbewerber vergreifen sich an Frauen!?“ lautet ein Vorurteil. Sexualisierte Gewalt kann nicht einfach Asylsuchenden zugeschoben werden. Es handelt sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sich folglich auch nicht durch vermehrte Abschiebungen lösen lässt. Teilweise werden bewusst Gerüchte verbreitet, um diesen Menschen zu schaden. Sexuelle Gewalt, wenn auch nicht zur Anzeige gebracht, kommt häufig aus dem sozialen Umfeld der Opfer.

Deutschen Staatsbürgern sind besser gestellt!

„Migranten bekommen alles hinterhergeworfen!“ wird oft behauptet. Hartnäckig hält sich der Irrglaube, Asylsuchende bekämen mehr Geld als Menschen, die Hartz IV beziehen. Dabei hat eine Person im Asylverfahren nur Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Ihre Grundleistungen sind noch niedriger als die Hartz-IV-Leistungen. Darüber hinaus sieht das Gesetz umfangreiche Kürzungsmöglichkeiten vor, der Anspruch auf medizinische Versorgung ist eingeschränkt. Nach 15 Monaten erhalten Asylsuchende unter bestimmten Bedingungen Leistungen auf Hartz IV-Niveau. Anerkannte Flüchtlinge haben bei Bedürftigkeit die gleichen Sozialleistungsansprüche wie deutsche Staatsangehörige.

Migration stärkt unser Land auch finanziell!

„Die Ausländer liegen uns auf der Tasche“ ist ein weit verbreitetes Klischee. Tatsächlich aber profitieren die deutschen Sozialkassen von der Einwanderung sogar. Nichtdeutsche Geschäftsleute, ob aus der EU oder dem EU-Ausland, tragen zur deutschen Wirtschaftskraft erheblich bei.
Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2014 belegt, dass Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit dem Staat im Schnitt 3300 Euro mehr an Steuern und anderen Abgaben zahlen, als sie Unterstützung erhalten. Die 6,6 Millionen in Deutschland lebenden Ausländer erwirtschafteten im Jahr 2012 dem Staatshaushalt demnach einen Überschuss von insgesamt 22 Milliarden Euro.